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Martin Wernicke

In der Grundschule wurde bei mir noch nach, naja, sagen wir, anderen Maßstäben gelehrt und erzogen. Aber Aufführungen und Rezitatoren-Wettbewerbe gab es damals auch schon und die waren voll mein Ding. Meine Schule schloss ich dann mit der 10. Klasse ab, machte eine Ausbildung zum Nutzfahrzeug Mechaniker, schloss diese, wenn auch mit ein wenig Verzögerung, ab und merkte schnell, dass die Arbeit mit Maschinen meiner Begeisterung nicht unbedingt einen Kickstart fürs Arbeitsleben gab. Allerdings, wurde ich nicht gerade zum Faulheit erzogen, darum fand ich immer wieder schnell neue Arbeit. Ob auf dem Bau, im Verkauf oder als selbstständiger Handelsvertreter war alles dabei. Mit siebzehn Jahren stand ich dann wieder auf der Bühne – als Gogotänzer in einer Diskothek.


Ich möchte diese Zeit niemals missen, denn sie hat mich ganz maßgeblich geprägt. Ich machte diesen harten Nachtjob 16 Jahre lang, zuletzt als Tabledancer und Stripper. Mit diesem Job kann man aber sein Leben nicht finanzieren, darum machte ich mich wiederum selbstständig im Promotion Bereich, und fing an, mich auf Komparsenrollen fürs TV zu bewerben.


Eine der Bewerbungen war erfolgreich und so konnte ich zu einem Casting gehen.Im Berliner Dialekt legte ich also los, gab mein Bestes und siehe da, es kam die erste Anfrage. Danach folgten immer mal wieder neue, ähnliche Angebote. Eines Tages kam ein Anruf von Filmpool, sie hätten ein neues Projekt und würden mich gerne besetzen. Nach einigem Hin und Her kam die große Möglichkeit, aber das Rollenprofil passte überhaupt nicht zu mir, “Basti” hießt damals, “Hakan”, sollte 1.90 groß sein und sollte schwarze Haare haben..


Mir zu liebe, hat Filmpool die Rolle angepasst, und aus “Hakan” würde “Basti”, Sebastian Heuer aus Berlin. Meine Rolle war auf ein halbes Jahr begrenzt, also musste ich zeigen, was ich konnte. Meine ersten O-Töne waren einfach nur Fremdschämen a la carte. Aber dank der Hilfe von Kollegen und Coaches wurde ich immer besser und besser. Da ich anfangs kein richtiges Rollenprofil hatte, musste ich mir Gedanken machen, wer Basti eigentlich ist. Also fing ich an, die Rolle Stück für Stück weiter zu entwickeln und ihr immer mehr Charakter zu geben. Dann hieß es auf einmal, ich solle auch bei der nächsten Staffel dabei sein. Das war im November 2011, seit dem sind nunmehr 6 Jahre vergangen. In dieser langen Zeit durfte ich nun schon so viele Szenen als Hauptfigur mit meinen Kollegen teilen, dass ich es nicht zu zählen vermag. Heute kann ich heute mit Stolz sagen, “Sebastian Habig (geborener Heuer) - ich mag dich irgendwie.”



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Mein Weg zu “Basti”


Ich hatte schon immer die Ambitionen auf Bühnen zu steigen, vor Leuten zu sprechen, der Klassenclown zu sein und mich sprachlich einzubringen. Schon im Kindergarten konnte ich meine Erzieherin davon überzeugen, dass meine Eltern im Lotto gewonnen und sich einen Mercedes gekauft hätten, wohlgemerkt in der damaligen DDR, was natürlich nicht stimmte. Dabei war ich so überzeugend, dass meine Erzieherin meiner Mutter gratulierte, als sie mich abholen wollte.